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Gute Vorsätze – Wie du sie über den Januar hinaus wirklich hältst

  • info6388146
  • Jan 20
  • 2 min read

Der Jahresbeginn fühlt sich oft an wie ein Neuanfang. Viele Menschen setzen sich in dieser Zeit große Ziele: gesünder essen, mehr bewegen, achtsamer sein oder weniger arbeiten. Doch schon Mitte Januar verschwinden viele Vorsätze wieder im Alltag. Warum fällt es so schwer, neue Routinen zu etablieren – und wie kann es gelingen, Veränderungen langfristig zu verankern?

Zettel mit der Aufschrift Resoultions

Warum Vorsätze oft nicht halten

Der häufigste Fehler: Wir setzen uns zu große, unkonkrete oder unrealistische Ziele. „Ich will gesünder leben“ ist kein umsetzbarer Plan sondern ein vager Wunsch. Auch psychologisch wirkt das Problem tiefer:


  • Zu hohe Erwartungen: Wir überschätzen, was wir in kurzer Zeit schaffen können.

  • Perfektionismus: Ein kleiner Rückfall („Ich habe einmal geschwänzt“) führt zum Abbruch

  • Fehlende Gewohnheitsstruktur: Das Gehirn liebt Routinen und wehrt sich gegen Veränderung

  • Selbstkritik statt Selbstempathie: Wer sich bei Misserfolg beschimpft, verliert Motivation.


Studien zeigen: Nur etwa 8 % der Menschen setzen ihre Neujahrsvorsätze langfristig um (Norcross et al., 2002).


Was nachhaltige Veränderung braucht

Veränderung beginnt nicht mit Disziplin, sondern mit Verbindung zu dir selbst. Frage dich nicht: „Was muss ich ändern?“ sondern: „Was wäre gerade wirklich gut für mich?“

Nachhaltige Veränderung basiert auf:


  • Klarheit über das Warum

  • Kleine Schritte und Teilziele

  • Fehlerfreundlichkeit

  • Belohnung & Routinen

  • Soziale Einbettung


Wie Psychotherapie beim Dranbleiben helfen kann

In der Therapie geht es häufig um Veränderung – aber nicht als Selbstoptimierung, sondern als Weg zu mehr Selbstkontakt. Wenn du merkst, dass du dich mit deinen Vorsätzen überforderst, sabotierst oder ständig scheiterst, kann therapeutische Begleitung helfen. Gemeinsam klären wir innere Blockaden, unrealistische Anteile und stärken das Mitgefühl dir selbst gegenüber.


Fünf Strategien für langfristige Veränderung

  1. Formuliere spezifisch und setze dir Monatsziele statt nur ein Jahresziel

  2. Tracke deine Erfolge

  3. Finde ein Warum (Warum willst du z.B. zuckerfrei leben und willst du das überhaupt?)

  4. Baue Rituale auf (Eine gute ritualisierte Integration in den Alltag ist entscheidend, z.B. auf dem Nachhauseweg von der Arbeit in den Sport zu gehen)

  5. Arbeite mit Mitgefühl (es ist normal nicht jeden Tag alles zu schaffen und du bist okay)


Fazit: Nicht perfekter – sondern verbundener werden

Gute Vorsätze sind ein Zeichen von Hoffnung. Aber sie müssen nicht laut, groß oder perfekt sein. Die besten Veränderungen beginnen leise mit kleinen Handlungen, echter Verbindung und der Erlaubnis, unvollkommen zu sein.


Quellen:

  • Norcross, J. C., Mrykalo, M. S., & Blagys, M. D. (2002). Auld lang syne: Success predictors, change processes, and self-reported outcomes of New Year's resolvers and nonresolvers. Journal of Clinical Psychology, 58(4), 397–405.

  • Wood, W., & Rünger, D. (2016). Psychology of Habit. Annual Review of Psychology, 67, 289–314.

  • Duckworth, A. L., et al. (2005). Self-discipline outdoes IQ in predicting academic performance of adolescents. Psychological Science, 16(12), 939–944.

 
 
 

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